- selbstständig,
- in beliebiger Abfolge,
- in frei gewählten Sozialformen arbeiten können.
Die Schüler wählen in einem von uns vorgegebenen zeitlichen und organisatorischen Rahmen, die für sie bereitgestellten Angebote aus.
Durch diese Arbeitsform wird auf die vorhandene Bandbreite der Fähigkeiten und Möglichkeiten der Schüler besser Rücksicht genommen und Freiräume zur individuellen Förderung geschaffen. Die Partnerschaftlichkeit (soziales Lernen) wird durch die Gestaltung der Stationen in den Vordergrund gestellt.
Das unterschiedliche Arbeitstempo und eine unterschiedliche Art der Problemlösung werden dabei akzeptiert.
Besonders in Integrationsklassen ist dies unserer Erfahrung nach die effektivste Arbeitsform. Sie lässt einerseits Raum und Zeit zur Förderung besonders begabter Kinder, denen es offen steht weiterführende Arbeiten und selbständige Entdeckungen zu machen. Andererseits bietet sie lernbehinderten Kindern die Chance, ein auf ihre Fähigkeiten abgestimmtes Wissen zu erwerben und zu festigen.
Unserer Meinung nach soll jeder Schüler das Recht haben, eine optimale Ausbildung nach seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Leistungen zu erhalten.
Stationen:
Anlegen eines Mini-Teiches
Zur Vorbereitung auf die Beobachtungsstationen haben wir mit unseren Schülern einen kleinen Teich angelegt. In unserem Fall war dies eine große Zinkwanne, die uns von Eltern zur Verfügung gestellt wurde und die wir im Schulhof aufstellen konnten. Einige Schüler, deren Eltern einen Teich besitzen, brachten je einen Kübel mit Teichwasser, Schlamm und einige Wasserpflanzen in die Schule mit.
In der letzten Stunde an einem Freitag bestimmten wir die Pflanzen und legten unseren „Teich“ fertig an. Am Sonntag kontrollierten wir unser Biotop - einige Minitiere konnten wir mit unserer „Unterwasserlupe“ (siehe Anleitung) schon entdecken, einige Schlammschnecken mussten wir aber doch selbst in unseren Teich setzen.
Station I: Anlegen eines Biotops im Gurkenglas
Um unseren Schülern zu zeigen, dass die Pflanzen für den Teich genau so wichtig sind wie die Tiere ließen wir die Kinder ein Biotop im Gurkenglas anlegen. Jeweils 2 Kinder, die auch gemeinsam in einer Bank saßen, konnten ein Biotop im Gurkenglas gestalten.
Dazu benötigten wir Anleitungskarten, Gurkengläser (Altstoffsammelzentrum), Sand, kleine Steine, Wasserpflanze (Wasserpest) und Wasserschnecken (Teiche von Verwandten) Informationskarten.
Die Kinder wollten ihr Biotop unbedingt auf ihrem Tisch platziert haben. Wir waren anfangs skeptisch, da wir befürchteten, dass in der Hektik der Pausen ein Glas leicht zu Bruch gehen könnte. Positiv überrascht waren wir, wie viel Ruhe und Beschaulichkeit durch diese Gurkengläser in unsere Klasse Einzug hielt. Die Kinder wurden durch das Beobachten nicht vom Unterricht abgelenkt, sondern fanden zu innerer Ruhe und Balance. Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht, sogar in den Pausen zeigten die Kinder verantwortungsvolles Verhalten; kein Glas fiel zu Boden!
=>> Anleitung Biotop
Station II: Herstellen einer Dosenlupe
In unserem „Teich“ sollten die Kinder die Tiere auch selbst beobachten können. Mit einer Dosenlupe ist dies ohne Spiegelung und Wellenverzerrung möglich. Die Tiere und Pflanzen können so unter Wasser klar und vergrößert betrachtet werden.
Dosenlupen sind im Fachhandel erhältlich, wir fanden es aber für Kinder wesentlich interessanter diese selbst herzustellen. Im Rahmen des technischen Werkunterrichtes ist die Möglichkeit dafür gegeben.
Wir benötigten leere Konservendosen, einen Dosenöffner, durchsichtige Plastikfolie (Frischhaltefolie), Schere, Gummiringe.
=>> Anleitung Dosenlupe
Station III: Beobachtungsaufgaben Tiere
In unserem „Teich“ konnten folgende Lebewesen nach kurzer Zeit beobachtet werden: Schlammschnecke, Posthornschnecke, Gelsenlarve, Gelbrandkäfer, Wasserfloh, Köcherfliegenlarve, Wasserläufer.
Für diese Tiere bereiteten wir Zuordnungskarten und ein Arbeitsblatt vor.
Zuordnungskarten Tiere in Vorbereitung
Arbeitsblatt Tiere in Vorbereitung
Fast täglich konnten wir weiteren „Zuzug“ beobachten. Die interessierten Schüler wurden dadurch angeregt immer wieder die Tiere (vor allem Insekten und ihre Larven) zu beobachten.
Mit den von uns bereit gestellten Bestimmungsbüchern versuchten sie, die Tiere zu bestimmen. Gleichzeitig holten sie weitere Informationen ein (z.B.: von den Fischern am Inn erfuhren einige Kinder in ihrer Freizeit praktische Tipps und brachten diese in die Schule mit) und vertieften so ihr Wissen. Einige Schüler gestalteten auch Arbeitsblätter und Plakate für ihre Mitschüler.
Station IV. Wasser hat eine Haut
Ausgehend von unseren Tierbeobachtungen, ergab sich die Behandlung des Themas der Oberflächenspannung des Wassers automatisch.
Mit Hilfe des Arbeitsblattes „Warum versinkt der Wasserläufer nicht?“ und der bereitgestellten Materialien, konnten die Kinder selbständig die Versuche zum Thema durchführen.
Materialien: eine flache Glasschale, Wasser, Löschpapier, Spülmittel, Büroklammer.
==> Arbeitsblatt: Warum versinkt der Wasserläufer nicht?
Weiher im Jahreskreis
Der Frosch
Fressgeschichten
Mathematik: Lösungsblätter mit Wassertieren, Maßeinheit Liter und Hektoliter
Deutsch: Verb, Buchstabenfeld, was das Wasser alles kann, Bildgeschichte
Musik: Froschsongs, Lass die Gläser klingen
Bildnerische Erziehung: Regenbogenfisch
Religion: Regenbogenfisch
Bücherliste:
Aus den folgenden Schulbüchern holten wir uns Anregungen:
Menschen - Tiere - Pflanzen - Dinge 3,
In jeder Schulbibliothek lassen sich bestimmt viele Bücher zum Thema Wasser finden, in denen die Kinder sicher gerne schmökern.
Der Regenbogenfisch, Swimmy, Das Wasser , Jens im Regen, Von der Quelle zum Meer, Die kleine Ente, Was bewegt sich im Wasser, Der Fluss, Tiere am Teich (Kosmos),
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